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Was glaube ich?

 

Fast alle Menschen glauben an etwas. Selbst die meisten Atheisten glauben an etwas, wenn auch nicht an einen Gott. Aber die meisten Menschen glauben an eine höheren Instanz, an Vorhersehungen, Schicksal oder einen personalen Gott. In vielen Religionen spielen Gott oder Götter eine ganz wesentliche Rolle, und einige haben sogar gemeinsame Wurzeln. So berufen sich Judentum, Christentum und Islam gemeinsam auf den Stammvater Abraham. Das es über solche Verbindungen noch weitere Gemeinsamkeiten hinter religiösen Vorstellungen oder Werten gibt, ist Gegenstand eines sehr interessantes Projekts des Theologen Hans Küng, der sich auf die Suche nach einem Weltethos gemacht hat. Die Kenntnis und Akzeptanz von Gemeinsamkeiten und Unterschiede sind gleichermaßen notwendig für einen fruchtbaren Dialog in der Ökumene oder dem interreligiösen Gespräch. Nur wer seine eigene Religion kennt, kann sich glaubhaft an einem Dialog beteiligen. Nur wer die Positionen des Gegenüber gleichermaßen zu schätzen weiß, kann einen Dialog auch voranbringen.

Das Kreuz als Weg

Dieses Schema ist simpel und kompakt zu gleich. Christen glauben daran, dass Jesus stellvertretend für die Sünden der Menschen gestorben ist und sie damit vor Gott gerecht gemacht hat. Was die Sünde genau ist, haben Theologen auf unterschiedliche Weise zu erklären versucht. Dabei geht es in erster Linie nicht um kleine Missetaten oder ein um einzelne Taten, bei denen sich Menschen Schuld aufgeladen haben. Vielmehr geht es auch um die Vorstellung, dass die Menschen an sich von Gott getrennt sind. Die Wurzeln dieser Theologie liegen z.B. in Augustins Lehre von der Erbsünde. Das Wort Sünde leitet sich übrigens von Sund ab. Etymologisch lässt sich dieses Wort aus dem Skandinavischem ableiten und steht für eine Landtrennung oder eine tiefe Schlucht.