Jagd auf hoher See
Fast vierzehn Monate ist es her, als die drei Studenten Tobias, Norbert und Thorsten am Küchentisch ihrer WG den Entschluss gefasst hatten, die Welt zu verbessern. Doch womit sollte man anfangen? Schließlich hatten sie sich darauf verständigt, gegen den Walfang aktiv zu werden, damals noch nicht ahnend, dass die ethischen Debatten vom Küchentisch damit längst noch nicht beendet sein sollten...
Nun sitzen sie in einem gekaperten U-Boot aus alten Sowjetbeständen fest. In den vergangenen zwei Wochen haben sie immerhin neun Walfangschiffe versenken können und damit alle Aufmerksamkeit der Medien auf sich gezogen. Die einen feiern die militanten Tierschützer als Helden, während sie für andere nur mörderische Piraten sind. Ihre Mission lief erstaunlich lange erfolgreich, obwohl sie mit ihrem Schiffe-Versenken mehr als leichtfertig den Tod von Menschen in Kauf nehmen. Doch seit dem die japanische Marine Unterstützung von der US Navy erhält, hat sich das Blatt gewendet. Aus den Jägern im Pazifik sind nun Gejagte geworden...
Die Handlung auf hoher See ist an vielen Stellen mit einem Rückblick über die zurückliegenden vierzehn Monate verwoben: Die Erfahrungen und Enttäuschungen ebenso wie die Diskussionen über den richtigen Weg. Die Leserinnen und Leser erfahren, warum die drei Studenten bei Greenpeace den Spitznamen "TNT" bekamen und weshalb sie später auch in der ‚Sea Shepherd Conservation Society’ aneckten. Hinter dem roten Faden dieser Geschichte steht die ethische Frage: Ist es legitim, das Leben einer vom Aussterben bedrohten Tierart auch auf Kosten von Menschenleben zu schützen?
