Der Tod einer jungen deutschen Soldatin in Afghanistan sorgt für Schlagzeilen. Eine große Tageszeitung spricht vom „Offenen Hass gegen Deutschland“, während ein evangelisches Wochenmagazin die Tat plakativ mit „Christin geschändet“ betitelt. Innerhalb von 24 Stunden wird die Stimmung in den Medien so aufgeheizt, dass sich sogar der deutsche Papst dazu genötigt sieht, Stellung zu beziehen und für einen Dialog der Religionen zu werben. Die Kanzlerin erklärt den Fall zur Chefsache und beauftragt zwei Sonderermittler die Umstände aufzuklären. Erste medizinische Gutachten lassen erst das Ausmaß an Grausamkeit erkennen, als klar wird, das Lt. Siems noch am Leben war, als man sie offenbar mit einer Machete verstümmelte.
Die Untersuchungen im ISAF-Kontingent vor Ort rücken den Mord jedoch bald in einen anderen Focus. Mobbing gegen Frauen in der kämpfenden Truppe ist für Ermittler Michael Holmer und Bernd Nowotny nichts Neues, doch im Falls Siems legen sie nach und nach einen Sumpf trocken, der bis in die Kommandostrukturen der Kontingentführung reicht. Als schließlich immer mehr Kameradinnen ihr Schweigen brechen, überrollt der Skandal auch die Berliner Politikbühne. Während sich die Presse noch auf die Rücktrittsforderungen gegenüber den Verteidigungsminister konzentriert, geht Holmer am Ausgangspunkt seines Falls der Frage nach, warum einheimische Dorfbewohner so brutal über eine deutsche Soldatin hergefallen waren und macht schließlich eine Entdeckung, die den Stabilisierungseinsatz der Bundeswehr in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt...